Mittwoch, 14. Juni 2023

Neuigkeiten aus der Sternwarte: ab dem 03.07.23 wird die Kuppel saniert. Das große Teleskop wird für diese Zeit nicht einsatzfähig sein. Aber ansonsten sind wir wie immer für Sie da.


Wir laden Sie herzlich zu unserem nächsten Vortrag mit

Dr. Nona Schulte-Römer 
(Humboldt-Universität zu Berlin

zum Thema

"Licht und Sicherheit - trügerisch und umstritten"

 am 10.07.2023 um 19.00 Uhr 

in die Sternwarte Dresden-Gönnsdorf ein.

Dr. Nona Schulte-Römer forscht seit 2008 sozialwissenschaftlich zu gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Stadtlicht und Lichtverschmutzung. In ihrer Freizeit beteiligt sie sich am Bürgerwissenschaftsprojekt "Nachtlichter". Weitere Forschungsfelder sind der Umgang mit Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Radiowellen (5G) und Chemikalien in der Umwelt.

In ihrem Vortrag betrachtet sie das Empfinden der Menschen in beleuchteten nächtlichen Räumen. Die meisten fühlen sich einfach sicherer. Aber der gefühlte Zusammenhang von künstlicher Beleuchtung und persönlicher Sicherheit ist trügerisch und in der wissenschaftlichen Forschung umstritten 

 Dr. Nona Schulte-Römer beleuchtet die Debatte aus unterschiedlichen Perspektiven und plädiert dafür, Sicherheitsannahmen und Beleuchtungspraxis auf die Probe zu stellen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Donnerstag, 1. Juni 2023

 


wir laden Sie herzlich zu unserem nächsten Vortrag mit dem Titel

über Griechen, Trojaner und andere Gestalten - eine etwas andere Reise durch unser Sonnensystem

am 12.06.2023 um 19.00 Uhr

in die Sternwarte Dresden-Gönnsdorf ein.

„Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel“. Wer kennt diesen Merksatz nicht? Jedem sind sicherlich die acht Planeten unseres Sonnensystems bekannt. Aber jenseits von Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun gibt es weitere zahllose Objekte in unserem Sonnensystem, die nur den wenigsten etwas sagen.

Im heutigen Vortrag möchten wir Sie mitnehmen zu genau diesen unzähligen Himmelskörpern, die ein Relikt sind der protoplanetaren Scheibe, aus der vor etwa 4,6 Mrd. Jahren unsere Sonne und vor etwa 4,5 Mrd. Jahren unsere Erde hervorgegangen sind.

Wie so oft, wenn es um unser Universum geht, werden wir es mit der griechischen Mythologie zu tun haben, aber auch die Prinzipien der Himmelsmechanik von Kepler, Newton und Lagrange werden in dem Vortrag nicht zu kurz kommen.

Freuen wir uns auf eine spannende Reise durch unser Sonnensystem abseits der üblichen Pfade, auf die uns unser 

Vereinsmitglied Dr. Georg Sulzer 

mitnehmen möchte.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.



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Donnerstag, 11. Mai 2023

hier das I-Tüpfelchen der Neuigkeiten

am 26.05.2023 durften wir den Sächsischen Staatsminister für Regionalentwicklung Thomas Schmidt in der Sternwarte begrüßen. Er überbrachte den Förderbescheid über 220.000,00 €, der ausschließlich für die Sanierung der Sternwartenkuppel und die Neugestaltung des Außenbereiches der Sternwarte bestimmt ist. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Mittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. 

Besonders erfreut waren wir über die Teilnahme von Christian Hartmann, örtlicher Wahlkreisabgeordneter, d.h. auch für das Schönfelder Hochland, den wir herzlich begrüßen durften. Hervorheben möchte ich besonders das Engagement von Christian Hartmann, der unser Projekt über Jahre unterstützt und begleitet hat.  Bereits zum Sommerfest anlässlich des 10jährigen Bestehens der Interessengemeinschaft im Jahr 2019 versprach er in seinem Grußwort, dass der sächsische Landtag künftig dem Thema Astronomie mehr Beachtung schenken wolle. Dieses Versprechen hat er eingehalten. Dafür gebührt ihm großer Dank. 

Auch unserem Bildungsbürgermeister Jan Donhauser galt unser herzlicher Willkommensgruß, der uns  seine Unterstützung zugesagt hat.

Als weitere Gäste nahmen das Team des Schülerlabors DeltaX des Helmholtz-Zentrums Dresden Rossendorf mit Dr. Matthias Streller  sowie Tischlermeister Lothar Seidel, der Architekt und Planer unseres Vorhabens Markus Woschni, Frau Susann Morgenstern, TU Dresden, Landschaftsarchitektur, sehr kurzfristig die stellvertretende Ortsvorsteherin Manuela Schott sowie weitere Gäste teil.

Foto privat: Schülerlabor DeltaX

Nun ein kleiner Abriss der Veranstaltung. Der alles entscheidende Faktor bei einer Veranstaltung im Freien ist das Wetter, das besser nicht sein konnte. Teleskope waren aufgestellt, das kleine Buffett hergerichtet und voller Spannung erwarteten wir unsere Gäste. 

Der Staatsminister hob in seinem Grußwort besonders unser ehrenamtliches Engagement hervor und würdigte die Wichtigkeit der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen auch auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, hier der Astronomie. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken. Das Grußwort unseres Bildungsbürgermeisters unterstrich die Würdigung unseres Engagements,  das Motivation für unsere zukünftige Arbeit ist. An dieser Stelle ein Lob an die Politik für die Unterstützung auch unseres  Ehrenamtes und somit der Möglichkeit, fast Unmögliches zu bewirken.

Die Übergabe des Zuwendungsbescheides -  ein wunderschöner Moment, indem ein Traum für unser Projekt in Erfüllung ging.

                                                                       

Bei einem Rundgang über das Gelände und Besichtigung der Sternwartengebäude konnte sich Herr Staatsminister vom derzeitigen Zustand, der Enge der Räumlichkeiten und über die geplanten Maßnahmen informieren.  Höhepunkt war die Besichtigung der Sternwartenkuppel und ein Blick durch das 16"-Teleskop.  Über seine Aufgeschlossenheit allen angesprochenen Themen gegenüber waren wir angenehm überrascht und erfreut. 

Es folgten teils intensive Gespräche mit den Gästen z.B. mit unserem Landtagsabgeordneten Christian Hartmann, der nochmals unser ehrenamtliches Engagement würdigte und uns ermunterte, uns weiterhin für die Astronomie und die Arbeit vor allem mit Kindern und Jugendlichen einzusetzen. 

Die Aktivitäten des Sternwartenteams strahlen nicht nur nach Dresden, sondern über die Landesgrenzen hinweg. Oft suchen Besucher der Stadt Dresden Kontakt zu uns und sind überrascht, ein Kleinod im Schönfelder Hochland kennenlernen zu dürfen. Bei solchen Gelegenheiten stellen wir die Schönheit des Dresdner Ostens vor und ermuntern, wiederzukommen.

Um das weiterhin tun zu können, sollen die uns zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel für ausschließlich investiven Maßnahmen helfen, die Sternwarte zu erhalten. Das heißt, dass wir die Betriebskosten für den allgemeinen Sternwartenbetrieb davon nicht bestreiten dürfen. Deshalb sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen und würden uns sehr freuen, wenn Sie, liebe Sternfreunde, uns weiterhin unterstützen würden. Wir freuen uns über Einmalzahlungen. Wer sich aber vorstellen kann, längerfristig, d.h. über einen bestimmten Zeitraum jährlich einen Betrag spenden zu wollen, der hat die Möglichkeit, dem dafür gegründeten "Freundeskreis Sternwarte" ohne Pflichten beizutreten. Auf der Startseite finden Sie links eine Rubrik "Freundeskreis", in der unser Anliegen erklärt wird. Bei Fragen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. 

 Abschließend möchte ich mich sehr herzlich bei unserem Sternwartenteam für die engagierte Vorbereitung und Durchführung dieses für uns so wichtigen Termins bedanken. Jeder bringt sich mit seinen Fähigkeiten in die Vereinsarbeit ein. Das zeichnet unsere kleine Gemeinschaft aus.

Nun freuen wir uns auf Ihren nächsten Besuch. 
Bis dahin verbleibe ich im Namen der Vereinsmitglieder mit herzlichen Grüßen und besten Wünschen Ihre Renate Franz

Fotos privat

Was war bisher geschehen?

Kennen Sie das unbeschreibliche Gefühl, das Licht am Ende des Tunnels endlich erreicht zu haben? Wir erleben es zur Zeit, denn endlich sind wir am Ziel..

Seit dem 01.05.2023 sind wir als Verein Sternwarte Dresden-Gönnsdorf e.V. Besitzer der SternwartenlieE Jugend e.V. für das entgegengebrachte Verständnis und Vertrauen. 

Wir, das sind die 21 Mitglieder aus den Bereichen der Naturwissenschaften Astronomie, Physik, Mathematik, Geografie, Biologie, Chemie sowie Informatik und Elektrik, die seit 2009 als Interessengemeinschaft des Vereins zur Förderung der Jugend e.V. den Sternwartenbetrieb aufgebaut und weiterentwickelt haben. Unser Ziel war und ist es, die Sternwarte in Eigenregie führen zu können und sie somit zu pflegen, zu erhalten und weiterzuentwickeln, damit auch in Zukunft astronomisches Wissen vermittelt und vor allem Kinder, Jugendliche und deren Familien sowie Erwachsene für die Himmelsbeobachtung begeistert und Ihnen die Faszination des Weltalls nahegebracht werden kann. 

Ich danke allen ehemaligen Gründungs- sowie jetzigen Vereinsmitgliedern für Ihr ehrenamtliches Engagement, ohne das es keinen Sternwartenbetrieb geben würde. Jetzt beginnt ein neues Zeitalter für die Sternwarte Dresden-Gönnsdorf. Jedoch wird sich am Sternwartenbetrieb vorerst nichts ändern. Unsere Öffnungszeiten und sonstige Informationen entnehmen Sie bitte wie bisher unserer Homepage. 

Die Hauptaufgabe ist derzeit die Ertüchtigung der Bausubstanz. Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt der Sanierung der Kuppel, für die nur die Sommermonate geeignet sind. Danach wollen wir uns der Gestaltung des Außengeländes widmen.

Liebe Sternfreunde, die Sternwartenmitglieder würden sich sehr freuen, wenn Sie auch weiterhin uns einerseits in der Sternwarte besuchen, andererseits uns finanziell unterstützen könnten. Wir freuen uns über Einmalzahlungen, aber auch über längerfristige Unterstützung. Dafür haben wir den Freundeskreis Sternwarte eingerichtet. Sollten Sie Sponsoring in Erwägung ziehen, dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. 

Wenn Sie sich spontan für eine Spende entschließen wollen, unsere Kontoverbindung lautet:

Verein Sternwarte Dresden-Gönnsdorf e.V.

IBAN DE08 8505 0300 0221 1666 53
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Verwendungszweck: Freundeskreis

Wir sind gemeinnützig, dürfen Spenden annehmen und sind berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen.

Wir danken Ihnen für Ihr bisheriges Interesse an unserer Arbeit, die uns entgegengebrachte Unterstützung und freuen uns nun über künftige Begegnungen mit Ihnen. 

Bis dahin grüßt Sie herzlich im Namen der Vereinsmitglieder, Renate Franz, Vorsitzende 




Donnerstag, 20. April 2023

wir laden Sie herzlich zu unserem nächsten Vortrag 

 am 08. Mai  2023 um 19.00 Uhr

in die Sternwarte Dresden-Gönnsdorf, 
Weißiger Landstrasse 6, 01328 Dresden

ein.

Unser Referent 
Giovanni de Ghantuz Cubbe, Rom, Italien

ist Mitglied des Sternwartenteams.  

Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der TU Dresden.
Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. das Studium politischer Eliten, 
Transformationsprozesse zeitgenössischer Demokratien etc.

In seinem Vortrag 
Astronomie und Gesellschaft in der Neuzeit: wie Sterne den Menschen verändern.

beschäftigt er sich mit den sozialen Konsequenzen der Astronomie ab dem 16./17. Jahrhundert.

Je nach Wetterlage bieten wir im Anschluss an den Vortrag Livebeobachtung an.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen. 
Bis dahin grüßt Sie herzlich das Sternwartenteam.





Sonntag, 26. Februar 2023

 unser nächster Vortragsabend findet 

am 13.03.2023 um 19.00 Uhr statt.

Unser Sternwartenmitglied, 

Rainer Fabianski

wird uns mit der  "Himmelsscheibe von Nebra"   

bekannt machen.

Diese rätselhafte Scheibe, die auf illegalen Wegen ins Museum gekommen ist,

führt zu überraschenden Erkenntnissen über die Vorzeit in Sachsen.

Der Vortrag gibt einen Einblick in die Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaften beim Entschlüsseln der Himmelsscheibe.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.









Dienstag, 14. Februar 2023

Rückschau auf Komet C/2022 E3 ZTF

Der Komet C/2022 E3 ZTF rückt immer weiter aus unserem Blickfeld. Die Erwartungen, den Kometen  in voller Schönheit bewundern zu können, waren auf Grund der Ankündigungen sehr hoch. Das haben wir mit unseren Gästen am 06. und 08.02.23 bei bitterer Kälte erfahren müssen. Mit unseren Augen konnten wir keinen Schweif , sondern lediglich eine kleine Nebelscheibe erkennen. Warum? Das lag einerseits daran, dass wir mit einem Teleskop stets weniger sehen können, als es mit einer Kamera möglich ist. Farben kann man im Teleskop, außer bei hellen Objekten wie Planeten, z.B. Jupiter, so gut wie nie sehen. Das liegt an der Funktionsweise unserer Augen, die in dunkler Umgebung auf "Schwarz-Weiß-Sehen" umschalten. Daher rührt auch die bekannte Redewendung: "in der Nacht sind alle Katzen grau". Das wiederum können unsere Augen aber recht gut, wenn sie sich einmal an die Dunkelheit angepasst haben. Dieser "Prozess" dauert bis zu 30 Minuten! Gestört wird diese Anpassung durch immer mehr und heller werdende Außenbeleuchtung! Auch die Helligkeit des Mondes stört mitunter. Dadurch war der "Himmelshintergrund" bei unseren Livebeobachtungen heller und der schwache Kometenschweif konnte sich nicht gut abheben.

Dass mit einer Kamera die Schönheit der Himmelsobjekte besser erfasst werden kann, zeigen die schönen Bilder von Astrofotographen oder Hobbyastronomen, wie von unserem Sternwartenmitglied Tobias Felber, der die Entstehung des Fotos folgendermaßen beschreibt:



Am 10.02.23 konnte ich eine größere Wolkenlücke nutzen und die "Begegnung" vom Planeten Mars mit dem Kometen aufnehmen. Aufgenommen wurde mit einer Canon EOS 80D (Belichtungszeit: je 25 Sekunden bei ISO-5000) durch einen 80/480mm Apo-Refraktor mit einem 0,8x Reducer (ergibt ca. 380 mm). Selbst da war die Brennweite noch zu lang, wie man sehen kann. Ein 135mm Teleobjektiv hätte hier wahrscheinlich gereicht. So fehlt ein Großteil des Schweifes. Der Komet musste an den Rand des Bildfeldes gestellt werden, damit bei der Brennweite Mars noch im Bild ist. Viel Zeit war nicht, da aus Nordwesten schon Wolken heranzogen. Die Bilder wurden anschließend noch mit einer Astro-Bildbearbeitungssoftware bearbeitet und damit der Kontrast erhöht. Damit werden Details sichtbar, die auf einem Einzelbild oder gar mit bloßem Auge nicht sichtbar wären.

Mit diesem Wissen sehen wir jetzt unsere Erfahrungen bei den Livebeobachtungen mit anderen Augen und freuen uns darüber, dass wir einen Kometen sehen konnten, der zur Zeit der Neandertaler das letzte Mal durchs Sonnensystem flog und erst wieder in ca. 50.000 Jahren bei uns zu sehen sein könnte.


Sonntag, 5. Februar 2023