Samstag, 14. August 2021

Wir bitten um Verständnis, dass auf Grund des Regenwetters die Sternwarte heute am 23.08.21 geschlossen bleibt.

Es ist wieder Leben in die Sternwarte Gönnsdorf eingezogen.

Montags öffnen wir im August um 18.00 Uhr, im September um 20.00 Uhr.

Wenn Sie uns heute besuchen wollen, dann beachten Sie bitte die ab heute, d. 16.08.21, geltenden strengeren Corona-Regelungen und folgen Sie bitte den Anweisungen entsprechend unserem Hygienekonzept.  

Pflicht ist auf jeden Fall für jeden Besucher der Mund-Nase-Schutz und ein aktueller Tagestest. 

Bleiben Sie gesund, wir freuen uns auf Ihren Besuch.


 Josis Blick in den Himmel 

eine etwas ungewöhnliche Frage: Wie ist die Astronomie eigentlich als Hobby? Was „verlangt“ sie? Und wie finden Laien einen Einstieg?

Zunächst: Die Astronomie ist sehr vielfältig. Das kann auf den ersten Blick abschrecken. Wer aber die ersten Schritte getan hat, kann meist nicht widerstehen. Als Hobby ist sie ablenkend, d.h. es gibt in dieser Zeit nichts anderes außer Ihnen, den Himmel und vielleicht Ihre Mitbeobachter. Auch dadurch, dass man sich in der Dunkelheit befindet, rückt das Zeitgefühl nach hinten und die Wahrnehmung verschärft sich. Mit der Astronomie als Hobby kann man das Klischee romantischer Abende unter dem Sternenhimmel ausleben.

Es gibt aber auch ein paar Dinge, die gefordert werden. So vertragen sich nächtliche Beobachtungen nicht mit frühem Schlafengehen oder Aufstehen. Dass es dennoch funktioniert, zeigen alle berufstätigen Sternegucker. Es verlangt auch Geduld und etwas Vorstellungsvermögen. Nicht, dass man sich Galaxien bunt vorstellen soll, sondern um z.B. abgebildete Sternkarten innerlich auf den Himmel zu übertragen.

Wer jetzt vielleicht feststellt, dass er oder sie nicht dafür geeignet scheint, dem sei gesagt: Astronomie besteht nicht nur aus der nächtlichen Beobachtung. Wie erwähnt, ist sie vielfältig. So können Sie „einfach nur“ auf der Wiese liegen und die Sterne beobachten, Ihr Technikfaible in der Astrofotografie ausleben, Lichtverschmutzung in Ihrer Nachbarschaft messen und so gleich einen Beitrag für die Wissenschaft leisten. Sie können Radiowellen beobachten (und sind damit sogar wetterunabhängig), in die Astronomiegeschichte eintauchen, sich mit atmosphärischen Erscheinungen befassen und vieles mehr.

Wer jetzt laut „Ja“ ruft und sofort einsteigen möchte, der findet hier ein paar Tipps:

Recht banal und offensichtlich: Besuchen Sie die nächstgelegene Sternwarte, z.B. Gönnsdorf. Dort gibt es fachkundige Leute, Technik zum Probieren und ausreichend Informationen für den eigenen Einstieg.

Wo es keine Sternwarte in der Nähe gibt, werfen Sie einen regelmäßigen Blick in den Himmel. Ein Fernglas oder ein altes Opernglas lassen so schon viele Details erkennen, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Machen Sie sich mit dem Himmel vertraut. Das klingt nach einer Mammutaufgabe, ist es aber nicht. Zum „Glück“ sehen wir „nur“ eine Hälfte des Himmels. Um einen Blick für Sternbilder, Planeten und Galaxien zu bekommen, können Apps, Bücher, Sternkarten oder wissende Freunde helfen. Apps (z.B. SkyPortal) geben die Möglichkeit, Objekte in der Richtung anzuzeigen, in der das Handy gehalten wird. Planetariumssoftware (z.B. Stellarium) für Computer oder Tablet enthalten meist große Datenbanken und können den Himmel zu beliebigen Zeiten detailreich anzeigen. Wer lieber Papier in der Hand hält, dem sei eine (drehbare) Sternkarte oder gar ein Sternatlas empfohlen. Das kann einen besseren Lerneffekt erzeugen, weil hier selbständig gesucht werden muss.

Die Astronomie muss kein teures Hobby sein. Es bedarf lediglich eines wolkenfreien Himmels….

Sternenfreundliche Grüße, Josefine Liebisch


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen